Fahrtbericht Hilfstransport März 2026
Beim ersten Hilfstransport in diesem Jahr vom 8. bis 22. März gab es einige Besonderheiten, die auch für uns neu waren und die auch Grund zur Hoffnung geben.
Zunächst hatten wir einen Transport geplant mit drei Fahrzeugen und fünf Fahrern, aufgrund zeitlicher Beschränkungen wurden es dann aber zwei aufeinanderfolgende Transporte.
Unser Freiwilliger für den ersten Hilfstransport startete zum internationalen Frauentag und war zehn Tage unterwegs, diese Tage waren sehr intensiv. Teilweise war es noch ziemlich kalt, es lagen noch Eis und Schnee und es waren lange Arbeitstage, teilweise 10 Stunden und mehr pro Tag. Die Lage in der Ukraine ist weiterhin sehr angespannt. Obwohl es aktuell weniger Luftangriffe und kaum Stromausfälle gibt, sind die Menschen zunehmend erschöpft und müde, vor allem junge Männer sind zudem in Sorge vor einer möglichen Einberufung und der umgehenden Verlegung an die Front.
Beim ersten Transport wurden wichtige technische Geräte wie Waschmaschinen, Herde und Kühlschränke, zudem Fahrräder, Mikrowellen, Wasserkocher, Powerbanks, Miniöfen sowie Küchengeräte und -ausstattung geliefert.
Hygieneartikel waren ebenso wieder an Bord wie Verbandsmaterial, Windeln, Bettwäsche, Decken, Spielsachen und kleine Geschenke und Süßigkeiten.

Vor Ort wurden die Sachen an die bedürftigen Familien verteilt und Großgeräte in und um Chmelnyzkyj direkt angeliefert. Wie immer wurden auch Lebensmittel, Drogerieartikel und Arzneimittel direkt vor Ort von den Spendengeldern gekauft und Vernetzungstreffen und Besuche bei den Partnerorganisationen standen auf dem Plan.
Zum ersten Mal haben wir uns vor Ort mit dem Chef des Sozialamtes von Chmelnyzkyj und seinem Stab getroffen, hier wurde über zukünftige Projekte gesprochen, wir haben unsere Erfahrungen ausgetauscht und über mögliche Kooperationen nachgedacht. Wir haben erfahren, dass es ein Haus für soziale Vereine geben soll und dafür natürlich auch unseren Partner vor Ort, die Kinderarche Ukraine, empfohlen.
Weiter haben wir versucht, bei ein Treffen in unserer Partnerschule das Projekt „Schülerfreundschaften“ voranzubringen und die Herausforderungen und Fortschritte besprochen. Wer an einem Austausch mit sehr engagierten ukrainischen Schülern der 8.-10. Klasse interessiert ist, kann sich gern bei uns melden!
Auch ein Treffen mit Herrn Bauer und seinen Mitstreiter*innen der deutschen Minderheit in Chmelnyzkyj stand auf der Tagesordnung, wir haben neben dem Austausch auch überlegt, gemeinsame Projekte wie einen Austausch mit Dresdnern zu Kultur und Bildung zu beginnen.

Abgeschlossen haben wir unseren Meeting-Marathon mit zwei Ärztinnen vom Young Medical Council, die sehr daran interessiert daran sind, das medizinische Versorgungssystem zu modernisieren und verbessern, dessen Wurzeln noch in der Sowjetzeit liegen.
Interesse besteht vor allem am Fachaustausch, an medizinischer Literatur und Supervision, gern auch online und in Englisch. Wer hier Ideen oder Interesse hat, kann uns gerne kontaktieren!
Erstmals hatten wir auch neben Ausstattung für Haushalte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Mikrowellen usw. beim zweiten Transport auch Pflegebetten und medizinische Ausrüstung vom Krankenhaus Arnsdorf dabei, wo wir hier noch einmal ganz herzlich für die unkomplizierte und tolle Hilfe danke sagen wollen!
Ebenfalls unterstützt haben uns natürlich auch wieder Meditech und Sanisax wir danken für die inzwischen langjährige Hilfe und gute Zusammenarbeit, ebenso wieder den vielen privaten Spendern, ohne die unsere Fahrten und Aktionen so nicht möglich wären!
Unsere Fahrzeuge haben wir erneut von der Technischen Fürsorge und von OWYO erhalten, vielen Dank für die andauernde Unterstützung!
Zum ersten Mal war nachts in Chmelnyzkyj keinen Luftalarm gehört, bleiben wir an der Seite der Ukraine bis es auch wieder im ganzen Land so ist!
Wir freuen uns über Eure Unterstützung für die nächsten Hilfstransporte! Spenden sind mittels unten stehendem Formular möglich.
Danke!
Die Menschen vom impreuna e.V.
